Jun 302017
 

Belehrung über das Verhalten am Schießstand – vor allem für die Neuanfänger sehr wichtig!

Im Juni hat der schwedische Biathlon-OL-Verband deutsche Biathlon-Orientierer auch dieses Jahr wieder, nun bereits das zweite Mal, zu einem Trainingslager nach Schweden, diesmal nach Halmstad, eingeladen. Obwohl dieses speziell für Jugendliche und Neuanfänger ausgelegt war, durfte das deutsche Team mit Jugendlichen sowie Erwachsenen teilnehmen.

Wie auch bereits im Vorjahr sollte uns dieses Trainingslager für die spezielle Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften, die dieses Jahr Ende August im schwedischen Sundsvall stattfinden werden, vorbereiten. „Naturgemäß“ , möchte man fast schreiben , wird die Auflage „Anno 2017“ natürlich wesentlich schwerer und komplizierter als im Vorjahr, denn zwischen dem tschechischen und schwedischen Wald gibt es bekanntlich doch etliches an Unterschieden…

Punkt-OL

Mit diesem Hintergrundwissen wurde in Absprache mit dem schwedischen Organisationsteam Hans Mandahl, Per Anden und Michael Karlsson neben dem täglichen Kleinkaliberschießen auch für alle speziell die Teildisziplin „Punkt-OL“ trainiert.
Bei dieser Spezialdisziplin müssen insgesamt 10 Postenstandorte auf einer im Gelände ausgeflaggten Drei-Kilometerrunde mittels Nadeleinstich auf einer mitgeführten Blankokarte markiert werden. Für jeden Millimeter Abweichung gibt es gleich eine komplette Strafminute… Es ist ja schon im „handelsüblichen“ deutschen Gelände recht schwierig, millimetergenau seinen  Standort zu ermitteln – aber im schwedischen „Urwald“ ? Auf uns deutsche Starter kommt also sehr viel zu!

In der Klassik-Distanz gibt es im Anschluss an diesen „Punkt-OL“ dann das Liegendschießen – 10 Schuss auf 50 m Entfernung, bekannt auch aus den diversen TV-Übertragungen vom Winterbiathlon. Nach diesem Liegendschießen, bei dem es für jeden Fehlschuss gleich zwei Strafminuten gibt, folgt dann eine „Normal-OL-Runde“, die dann am Ende mit dem Stehendschießen endet. Wiederum 10 Schuss und wiederum zwei Strafminuten pro Fehler. Wobei sich diese „Normal-OL-Runde“ aufgrund des schwierigen Terrains ebenfalls um etliches härter gestalten wird als allgemein üblich.

Schön also, dass unsere schwedischen Sportfreunde uns einmal mehr bei der Vorbereitung hilfreich zur Seite standen –  auch, um zusätzlich zu den Laufminuten diverse „Sammelminuten“ möglichst gering zu halten.
Für einige von uns erstreckte sich das Trainingslager nur über ein verlängertes Wochenende, für andere tatsächlich über die gesamten 5 Tage. Mit drei Trainingseinheiten am Tag und diversen Aktivitäten, die auch den internationalen Kontakt zwischen den Jugendlichen förderten, konnten innerhalb dieser Zeit doch so einige neue soziale und trainingstechnische Erfahrungen mitgenommen werden.

Den Trainingslagerabschlusswettbewerb konnte mit unserem Sebastian Fleiß (Berliner TSC) der noch amtierende Juniorenweltmeister von 2016 gewinnen. Leider kann Sebastian seinen Titel nicht mehr verteidigen, ist er doch nun in die Herren-Elite aufgerückt – und dort wird es auch für einen dann „Ex-Juniorenweltmeister“ sehr schwer werden… Marie Herrnhold (Berliner TSC, D 20) konnte sich über einen 2.Platz in der „Damenwertung“ freuen, Bjarne Wolf (H 14, OLV Potsdam) wurde im Gesamtwettbewerb noch auf Platz 12 registriert.

 

eine der Trainingsgruppen auf dem Weg zum Punkt-OL-Training

 

Gruppenfoto mit allen Teilnehmern

Allen schon jetzt viel Erfolg bei der WM in Sundsvall.

 

Text: Bernd Wollenberg und Marie Herrnhold
Fotos: Bernd Wollenberg

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